Sozialpädagogiktag 2013

29. und 30. November 2013

„Was macht die Familie?“ – Fragen an Praxis, Forschung und Politik

 


Familie, in ihren vielfältigen Erscheinungsformen, wird in aktuellen sozialpädagogischen, fachwissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen erneut und zunehmend wichtig. In den Blick genommen werden zum einen die Leistungen, die Eltern und Familien für das Zusammenleben, das Aufwachsen von Kindern, aber auch für die Betreuung und Pflege von Älteren erbringen. Zum anderen wird nach den Ressourcen und Unterstützungsformen gefragt, die für die Übernahme von Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufgaben notwendig sind. Beschleunigte gesellschaftliche Veränderungen – berufsbezogene Mobilität, Migration, veränderte Geschlechterbeziehungen, Generationendynamiken etc. – zeigen, dass diese Ressourcen keineswegs immer fraglos zur Verfügung stehen.

Mit dem Hinweis auf eine veränderte „Kultur des Aufwachsens“ hat bereits der Zehnte Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung die Überzeugung formuliert, dass Familien in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für das Leben und die Entwicklung von Kindern stärker unterstützt werden müssen. Es gilt, Familien nicht alleine zu lassen, sondern die öffentliche Verantwortung zu stärken. Darauf verweist auch die Idee der „Caring Community“, die im Achten Familienbericht aufgegriffen wird und den gesellschaftlichen Aspekt des Miteinanders der Generationen und der gegenseitigen Unterstützung betont. Konkret geht es um den quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung sowie um die Ausweitung von schulischen Ganztagsangeboten, aber auch um die Qualität öffentlicher Bildung und Erziehung. Angesprochen sind darüber hinaus die Stärkung der Eltern- und Familienbildung sowie neue Konzepte und Programme im Kontext der Frühen Hilfen und des generationenübergreifenden Zusammenlebens.

Die Tagung gibt Raum und Zeit, aktuelle Entwicklungen in Praxis, Forschung und Politik zu thematisieren: Was ist und wie geht es Familie heute? Was brauchen Familien? Wie sollen sie gefördert werden? Wie können Familie und Beruf besser miteinander vereinbart werden? Wie ist das Verhältnis zwischen den Generationen? Welche Angebote, Programme und Interventionen sind hilfreich? Welche Bedeutung haben monetäre Leistungen? Wo liegen die Reichweiten, aber auch die Grenzen öffentlicher Verantwortung? Was muss sich verändern?